Betrieb in Insolvenz - was nun?
Das stellen sich gerade in Bayern eigene Mitarbeiter und deren Betriebe.
Es passiert zurzeit leider immer öfters das Betriebe sich nicht mehr halten können und somit in tiefe Schulde fallen.Viele müssen dann einen Insolvenzantrag stellen, damit wenigstens die Mitarbeiter bezahlt werden können.
Nicht nur die Betriebe wissen nicht mehr weiter, sondern auch die Mitarbeiter.
Viele von ihnen wissen meist nicht mehr ein und aus.
Die Ungewissheit macht einen wirklich kaputt.
Ich stecke zurzeit selbst in einer solch schrecklichen Lage und sie ist graussam.
Nach drei Monaten nachdem der Insolvensgeldantrag von den Mitarbeiter durch ist,weiß man gar nicht ob der Betrieb nun die ganzen Löhne zahlen kann. Meist geht das für einen Monat noch gut, jedoch gibt es auch Fälle wo der Betrieb dann gleich geschlossen wird.
Es ist traurig mit anzusehen wie ein gut angesehener Betrieb zu nichte geht.
Meist passiert das ganz plötzlich aus dem nichts.
Ja was macht man nun in so einer schwierigen Lage?
Abwarten und Tee trinken?
Das geht nun wirklich nicht. Ich kenn das ja nun selbst und ich zittere jeden Tag um meine Lehre.
Es ist grausam weiter zuarbeiten und denn Kunden nichts sagen zukönne, da man selbst erst als Letztes bescheid bekommt wie es nun weiter geht. Schrecklich, ich sage es euch!!
Vorallem wenn man in der Lehre ist, da ist das nochmal um einiges schlimmer.
Klar können sich die Lehrlinge neue Betriebe suchen, aber findet mal einen neuen Betrieb der einem mittem im Jahr aufnimmt. Vorallem, man hat sich so an seinem Ausbildungsbetrieb gewöhnt und dann soll das aufeinmal alles vorbei sein? Die Lichter bleiben aufeinmal aus? Das realiesiert man erst ein paar Tage danach.
In meinem Betrieb ist die Lage zurzeit sehr kritisch. Mitte März bekommen wir alle das letzte mal Insolvenzgeld und danach kann uns noch ein Monat gewährleistet werden. Was ist dann danach? Sitzen wir alle arbeitlos auf der Straße und dürfen betteln gehen?
Man weiß es nicht.
Jetzt werden einige Filialen von meinem Betrieb geschlossen. In einer davon bin ich zureit beschäftigt und es ist echt schlimm dort jetzt zuarbeiten. Dort sind Vekäuferinnen beschäftigt die meist über 10 Jahre in diesem Betrieb und gleichzeitig in der einen Filiale beschäftigt wurden. Für denen ist das ein ganz harter Schritt, die Filiale in ein paar Tagen zuschließen. Es ist sogesagt eine Familie zwischen denn Kollegen geworden.
Und dann müssen wir alle noch die Kunden wahrnen. Dieser Schritt wird hart für viele von ihnen und Tränen werden in diesen Momenten nicht ganz ausbleiben.
Musste es soweit wirklich kommen?
Konnte man das nicht schon viel früher erkennen?
Ich dachte ich kann meine Lehre ohne Probleme anfangen und beenden. Ja nichts ist daraus geworden, es gibt jetzt nur noch Probleme. Sogar Lehrlinge die noch in Probezeit waren haben sie einfach gekündigt. Ohne ein Piep zusagen. DAS ist in meinen Augen wirklich pure Abzocke, oder nicht?
Was man genau tun kann, ist wirklich nicht zusagen. Man muss sich mit der derzeitigen Situation zurecht finden. Obs nun leicht ist oder nicht. Anders geht es nicht. Die Chefs sagen einem so oder so nichts. Erst wenn der Insolvenzrechtsanwalt das OK gibt. Das ist meistens erst wenn es schon in der Zeitung steht.
Ich wünschte das es so etwas nicht gäbe. Betriebe in einer solchen Größe wie "Grams" und weitere müssten man unterstützen und nicht in die Ruinen rennen lassen.
Wie steht ihr dazu? Seit oder wart ihr auch schon in solch einer Lage?
Dann schreibt mir Eure Geschichte als Kommentar. Ich würde mich sehr herzlich darüber freuen.
Lieben Gruß
Vroni


